Ein Verfahren zwischen Raffaela Jorga und Maren Giertz hat am Donnerstag vor dem Landgericht Frankfurt am Main für großes Zuschauerinteresse gesorgt. Nach einer Unterbrechung konnten sich beide Seiten schließlich einigen.
Worum es in dem Termin ging
- Im Mittelpunkt standen die Berichterstattung über den Fall Fabian und die Frage, welche journalistischen Grundsätze bei reichweitenstarken Livestreams zu beachten sind.
- Ein KI-generiertes YouTube-Thumbnail wurde vor Gericht als zentraler Streitpunkt behandelt, weil es den Eindruck eines Bestechungsvorwurfs erweckt haben soll.
- Außerdem ging es um einen Zeugenaufruf in sozialen Medien und die Behauptung, daraus lasse sich angebliches Täterwissen ableiten.
- Das Ergebnis des Termins war eine Einigung. Daraus folgt ausdrücklich nicht, dass eine Seite gewonnen oder die andere verloren hat.
Sitzungssaal im Landgericht Frankfurt voll besetzt.
Das Gericht gibt Raum für eine mögliche Einigung.
Beide Seiten bestätigen eine protokollierte Einigung.
Großes Interesse im Sitzungssaal
Die Verhandlung begann am Donnerstag, 10. September 2026, um 9:30 Uhr. Der Sitzungssaal im dritten Stock des Landgerichts war bis auf den letzten Platz besetzt. Einige Interessierte fanden keinen Platz mehr im Saal.
Raffaela Jorga erschien mit rund zehnminütiger Verspätung, entschuldigte sich und nahm anschließend neben ihrem Rechtsanwalt Dr. Severin Riemenschneider Platz.
Berichterstattung zum Fall Fabian
Zu Beginn beschäftigte sich das Gericht unter anderem mit einem YouTube-Livestream zum 17. Verhandlungstag im Fall Fabian, der derzeit vor dem Landgericht Rostock verhandelt wird.
Richterin Ina Frost erläuterte in diesem Zusammenhang nach unserer Mitschrift, dass Berichterstattung sowie das Vorlesen aus Tickern grundsätzlich möglich seien. Bei eigenen Äußerungen, die nicht aus einem solchen Ticker stammen, seien jedoch, abhängig von Art und Reichweite der Berichterstattung, journalistische Grundsätze zu beachten.
Nach den Ausführungen der Richterin seien diese aufgrund der Aufrufzahlen und Reichweite auch bei Maren Giertz' Berichterstattung über die Verhandlungstage im Fall Fabian relevant.
Streitpunkt KI-Thumbnail
Mit einem bereits vorhandenen Bericht-Code kannst du den KI-Thumbnail-Teil, den LiveTicker-Ausdruck und die Einigung vollständig lesen.
Der weitere Verlauf des Termins mit Einordnung.
Im geschützten Teil geht es um den KI-Thumbnail-Streitpunkt, den LiveTicker-Ausdruck, die Zeugenaufruf-Diskussion, die Unterbrechung, die Vergleichsgespräche und die konkrete Einigung im Gerichtssaal.
Wie sich die Diskussion im Termin entwickelt hat und welche Punkte nacheinander besprochen wurden.
Warum der Zeugenaufruf, der LiveTicker-Ausdruck und das Thumbnail im Verfahren eine Rolle spielten.
Welche Punkte nach der Unterbrechung protokolliert wurden und womit der Termin endete.
Der Bericht beruht auf unserer Wahrnehmung vor Ort und unserer Mitschrift aus der öffentlichen Verhandlung.
Bestehende Bericht-Zugänge bleiben gültig.
Neue Zugänge für diesen Bericht werden nicht mehr verkauft. Bereits erhaltene Bericht-Codes können weiterhin eingelöst und bis zum jeweiligen Ablauf genutzt werden.